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Unsere Satzung

Satzung der Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA)

 

(Stand: 06.12.2019 HRG)

 

Teil A
Allgemeine Regelungen

§ 1

Firma und Sitz

  1. Die Firma der Gesellschaft lautet:
    Internationale Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA).
  2. Sitz der Gesellschaft ist Berlin.

§ 2

Gegenstand

Gegenstand der Gesellschaft ist:

Die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie von Bildung und Erziehung durch

  1. nationale, internationale und interkulturelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Weiterbildung

    1.1. zur frühkindlichen, schulischen, außer- und hochschulischen Bildung und Erziehung, insbesondere auf der Grundlage des Situationsansatzes und seiner Weiterentwicklung, der gemeinwesenorientierten Erziehung und Bildung (Förderung von Lernprozessen, die der Verbesserung von Bildungs- und Lebenschancen von Mitgliedern eines Gemeinwesens und dessen Entwicklung dienen),

    1.2. zu psychosozialen Prozessen, psychosozialer Versorgung, gemeinsamer Selbsthilfe, zur Entwicklung von Gesundheits- und Sozialstrukturen, Therapieforschung und zum Zusammenhang von Menschenrechten und psychischer Gesundheit sowie

    1.3. zur Förderung unternehmerischer Ideen und eines sozial und ökologisch verantwortlichen unternehmerischen Handelns

    1.4. und im Hinblick auf eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.

    1.5. Die Mittel für die Verwirklichung der Zwecke dieser Gesellschaft können im Ausland verwendet und an ausländische Körperschaften, die diese Mittel für steuerbegünstigte Zwecke verwenden, weitergegeben werden.

  2. Förderung von Modelleinrichtungen zu den in Ziffer 1 genannten Bereichen, wie z.B. die Entwicklung und Unterstützung von Konzepten für Kindergärten.
     
  3. Schaffung nationaler und internationaler Diskussionsforen zu den genannten Bereichen zu erreichen. 

  4. Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, einschlägigen gemeinnützigen und/oder nationalen wie internationalen Einrichtungen, Institutionen und Gruppen. Hierzu gehört insbesondere die Unterstützung von Lehre und Ausbildung und Forschung. 
     
  5. Die Gesellschaft kann mit Zustimmung der Gesellschafter*innenversammlung Zweigniederlassungen gründen und sich an anderen Gesellschaften beteiligen. 

§ 3

Gemeinnützigkeit

  1. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig. Sie erstrebt weder Gewinn noch Überschuss.
  2. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 53 ff. Abgabenordnung.
  3. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Gesellschafter*innen dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter*innen auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft erhalten.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

§ 4

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 5

Stammkapital, Stammeinlagen

  1. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 30.400 (in Worten: Euro dreißigtausendvierhundert).
  2. Bei einem ursprünglichen Stammkapital in Höhe von DM 50.000 waren Gründungsgesellschafter*innen:
    a) Prof. Dr. Jürgen Zimmer mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 26.000
    b) Prof. Dr. Günter Faltin mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    c) Dr. David Becker mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    d) Dr. Stephan Becker mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    e) Dr. Elke Heller mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    f) Dr. Hartwig Henke mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    g) Angelika Krüger mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    h) Christine Lipp-Peetz mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    i) Ludger Pesch mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    j) Dr. Christa Preissing mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400
    k) Dr. Ulrike Becker mit einer Stammeinlage in Höhe von DM 2.400

§ 6

Veröffentlichungen

Die Veröffentlichungen der Gesellschaft erscheinen im elektronischen Bundesanzeiger.

 

Teil B
Organe der Gesellschaft

§ 7

Organe der Gesellschaft

  1. Organe der Gesellschaft sind:
    1.1 die Gesellschafter*innenversammlung
    1.2 die Geschäftsführung
    1.3 das Präsidium
    1.4 die Institutsdirektor*innenkonferenz.
  2. Die Organe der Gesellschaft müssen bei ihrer Tätigkeit die Grundzüge sparsamer Wirtschaftsführung beachten.
  3. Mitglieder der Organe der Gesellschaft dürfen für Verträge mit der Gesellschaft nicht durch unverhältnismäßig hohe Gegenleistung oder sonstige Zuwendungen begünstigt werden.

§ 8

Gesellschafter*innenversammlung

  1. Die Gesellschafter*innenversammlung ist das oberste Organ der Gesellschaft.
  2. Eine Gesellschafter*innenversammlung soll mindestens einmal jährlich, und zwar in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres stattfinden.
  3. Es genügt die Einberufung durch eine*n Geschäftsführer*in.
  4. Darüber hinaus können Gesellschafter*innen unter Angabe des Zweckes und der Gründe die Einberufung einer Gesellschafter*innenversammlung verlangen, wenn ihre Geschäftsanteile mindestens dem zehnten Teil des Stammkapitals entsprechen oder mindestens vier Gesellschafter*innen dies beantragen.
  5. Alle Gesellschafter*innen sind zur Versammlung den rechtlichen Vorgaben entsprechend einzuladen. Die Einladung ist mindestens zwei Wochen vor der Versammlung zu versenden. Tagungsort, Tagungszeit und Tagesordnung sind in der Einladung mitzuteilen. Die Gesellschafter*innenversammlung findet am Sitz der Gesellschaft statt. Mit Zustimmung aller Gesellschafter*innen kann ein anderer Ort bestimmt werden.
  6. Jede*r Gesellschafter*in kann sich durch eine*n andere*n Gesellschafter*in mit schriftlicher Vollmacht vertreten lassen, wobei sicherzustellen ist, dass eine dauerhafte und kontinuierliche Vertretung erfolgt.
  7. Die Versammlung wird vom Präsidenten/von der Präsidentin geleitet. Das Präsidium hat für eine ordnungsgemäße Protokollierung der Beschlüsse Sorge zu tragen.
  8. Beschlüsse können im Umlaufverfahren gemäß § 48 Absatz 2 GmbHG gefasst werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist und kein*e Gesellschafter*in diesem Verfahren widerspricht.

§ 9

Gesellschafter*innenbeschlüsse

  1. Die Gesellschafter*innenversammlung beschließt in den Angelegenheiten der Gesellschaft, in denen die Beschlussfassung wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die Gesellschaft gesetzlich nicht auf ein anderes Gesellschaftsorgan delegiert werden darf.

    Zu solchen Grundlagenentscheidungen gehören insbesondere:
    - Feststellung des Jahresabschlusses
    - Genehmigung des jährlichen Finanz- und Investitionsplanes (vgl. § 12 Ziffer 6 dieser Satzung)
    - Einräumung von Sonderrechten an einzelne Gesellschafter*innen
    - Satzungsänderungen
    - Strukturveränderungen
    - Aufnahme oder Gründung neuer bzw. Austritt bestehender Institute sowie Ernennung bzw. Abberufung von Institutsdirektor*innen
    - Auflösung der Gesellschaft.

  2. Ferner wählt die Gesellschafter*innenversammlung die (Vize-)Präsident*innen und nimmt jährlich den Rechenschaftsbericht des Präsidiums entgegen.
  3. Gesellschafter*innenbeschlüsse werden mit ¾ Mehrheit gefasst, soweit nicht zwingend Einstimmigkeit verlangt wird (Einräumung von Sonderrechten). Je EUR 50 eines Geschäftsanteils gewähren eine Stimme.

§ 10

Weitere Gesellschafter*innenpflichten

Die Gesellschafter*innen verpflichten sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles zu tun, um die Entwicklung der Gesellschaft zu fördern und alles zu unterlassen, was die Tätigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen könnte. Die Förderung bezieht sich insbesondere auf die in § 2 dieser Satzung festgelegten Aufgaben.

§ 11

Geschäftsführung

  1. Die Gesellschaft hat eine*n oder mehrere Geschäftsführer*innen.
  2. Sind mehrere Geschäftsführer*innen vorhanden, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer*innen gemeinsam vertreten.
  3. Einzelnen Geschäftsführer*innen kann durch Gesellschafter*innenbeschluss das Recht zur Alleinvertretung übertragen werden.
  4. Die Geschäftsführung kann nach Zustimmung der Gesellschafter*innenversammlung für jedes Institut eine*n Prokuristin*en bestellen. Die Prokura beschränkt sich auf Belange des Institutes, dem der*die Prokurist*in als Institutsdirektor*in vorsteht. Zur Vertretung der alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführung kann die Gesellschafter*innenversammlung Einzelprokura erteilen.
  5. Die Geschäftsführer*innen bzw. die Prokuristen*innen üben ihr Amt mit der Sorgfalt einer ordentlichen Kauffrau bzw. eines ordentlichen Kaufmanns aus. Sie haben die Geschäfte nach den Bestimmungen der Gesetze, dieses Gesellschaftsvertrages sowie nach den Beschlüssen des Präsidiums bzw. der Gesellschafter*innenversammlung zu führen.
  6. Die Geschäftsführer*innen legen den Gesellschafter*innen anlässlich der jährlich stattfindenden Gesellschafter*innenversammlung nach § 9 Abs. 1 einen Finanz- und Investitionsplan zur Genehmigung vor.

§ 12

Präsidium

  1. Das Präsidium vertritt die Interessen der Gesellschaft gemeinsam mit der Geschäftsführung nach außen und gegenüber der Geschäftsführung nach innen. 
  2. Das Präsidium besteht aus der*dem Präsidentin*en und drei Vizepräsident*innen.
    2.1 Der*die Präsident*in wird für die Dauer von 5 Jahren von der Gesellschafter*innenversammlung gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. 
    2.2 Die Vizepräsident*innen werden von der Gesellschafter*innenversammlung bezogen auf ihren Arbeitsschwerpunkt  von der Gesellschafterversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. 
    2.3 Auch Nicht-Gesellschafter*innen können als (Vize-)Präsident*innen gewählt werden. 
    2.4 Die Wahl erfolgt mit einer ¾ Mehrheit der anwesenden Stimmen.
    2.5 Der*die Präsident*in steht dem Präsidium vor und ist oberste*r wissenschaftliche*r, nicht rechtliche*r Repräsentant*in der Gesellschaft.  
  3. Aufgaben des Präsidiums sind:
    3.1. die Umsetzung der Gesellschaftsziele, insbesondere durch die:
         - fachliche Vertretung der Gesellschaft,
         - Förderung des forschungs- und entwicklungsstrategischen, interdisziplinären Diskurses, im Binnen- wie im Außenverhältnis,
         - Wahrnehmung der Interessen der Gesellschaft durch – ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein –Vernetzung der Gesellschaft mit anderen (akademischen) Einrichtungen, Behörden und internationalen Organisationen,
         - Strategieentwicklung und Evaluation für die INA auf der Grundlage des jährlichen Tätigkeitsberichts der Institute, 
         - Vernetzung der Institute, 
         - Unterstützung der Institute bei der Entwicklung und Durchführung von Projekten; 
         - Öffentlichkeitsarbeit im weitesten Sinne.
    3.2 die – auch rechtliche – Vertretung der Gesellschaft gegenüber dem*der Geschäftsführer*in. Sie wird durch die*den Präsidentin*en und Vizepräsident*in I gemeinsam ausgeübt.
    Das Präsidium hat die Tätigkeit der Geschäftsführung zu unterstützen und zu kontrollieren; Sie unterhält zu diesem Zweck einen regelmäßigen Gedanken- und Informationsaustausch mit der Geschäftsführung;
    3.3 die Empfehlung zur Aufnahme oder Gründung neuer bzw. zum Austritt bestehender Institute sowie zur Ernennung bzw. Abberufung der Institutsdirektor*innen;
    3.4 die Entscheidung über die Aufnahme neuer Gesellschafter*innen;
    3.5 die Erteilung der vorherigen schriftlichen Zustimmung zur Veräußerung eines Geschäftsanteils bzw. Teilgeschäftsanteils;
    3.6 die Beschlussfassung zu Belangen der Gesellschaft, soweit die Beschlussfassung nicht zwingend der Gesellschafter*innenversammlung obliegt (vgl. § 9 dieser Satzung);
    3.7 die Ernennung von Nichtgesellschafter*innen zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft. Die Ehrenmitglieder haben in keinem der Organe ein Stimmrecht. Sie können gemeinsam vom der*dem Präsidentin*en und einem*einer Institutsdirektor*in zur Mitarbeit in einem der Institute eingeladen werden.
    3.8 Als neue Gesellschafter*innen oder Ehrenmitglieder sollen grundsätzlich nur solche Personen in die Gesellschaft aufgenommen werden, die beruflich oder akademisch besonders qualifiziert sind. Ihre besondere Qualifikation ist durch entsprechende Unterlagen sowie einer sachgutachterlichen Empfehlung von mindesten einem*einer akademisch ausgewiesenen Gesellschafter*in nachzuweisen.
    3.9 Vorlage eines jährlichen schriftlichen Rechenschaftsberichtes an die Gesellschafter*innenversammlung über die wissenschaftliche Tätigkeit der Institute auf der Grundlage von Berichten der Institutsdirektor*innen.
  4. Die Vizepräsident*innen unterstützen die*den Präsidentin*en in der Umsetzung dieser Aufgaben. Dazu werden folgende Bereiche geschaffen:
    - Akademische Angelegenheiten (Vizepräsident*in I)
    - Forschung und Entwicklung (Vizepräsident*in II)
    - Wissenschaft und Wirtschaft (Vizepräsident*in III).
  5. Das Präsidium gibt sich eine eigene Geschäftsordnung. In ihr sind die wechselseitigen Vertretungsbefugnisse festzulegen. Beschlüsse des Präsidiums werden mit  ¾-Mehrheit gefasst. Jedes Mitglied hat eine Stimme.
  6. (Vize-)Präsident*innen können die Tätigkeit aus aus wichtigem Grund nach einer Ankündigungsfrist von 4 Wochen niederlegen.

 

§ 13

Institute

1.1 Die Institute sind strukturell eigenständig arbeitende Einheiten unter dem Dacht der INA gGmbH. Sie setzen die Gesellschaftsziele entsprechend ihrer fachlichen Ausrichtung um. Sie arbeiten proaktiv an der Weiterentwicklung der INA gGmbH und ihrer Ziele mit.

1.2 Die Institute sorgen selbst für ihre Finanzierung. Sie führen die Umlage zur Deckung der institutsübergreifenden Kosten der Gesellschaft ab.

2.1 Jede*r Institutsdirektor*in verpflichtet sich, im Rahmen seines*ihres Institutes nur Tätigkeiten bzw. Forschungsarbeiten auszuführen, die vom Gegenstand der Gesellschaft abgedeckt sind. Er*sie ist in den (forschungs-)strategischen Diskurs der Akademie eingebunden. Jede*r Institutsdirektor*in für die wissenschaftlichen und fachlichen Inhalte seines*ihres Instituts allein verantwortlich.

2.2 Tätigkeiten der Institutsdirekt*innen müssen durchgehend der Gemeinnützigkeit i. S. der Abgabenverordnung genügen.

2.3 Den Institutsdirektor*innen obliegt die Fach- und Dienstaufsicht über Mitarbeitende ihres Instituts sowie die Verantwortung über institutsbezogene personelle Entscheidungen, Einwerbung und Verteilung von Mitteln. 

2.4 Sein*ihr Institut unterliegt der Finanzkontrolle durch die Geschäftsführung und der Informationspflicht gegenüber der Geschäftsführung. 

3. Die Institutsdirektor*innenkonferenz fördert die Entwicklung institutsbezogener sowie institutsübergreifender Projekte unter besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Ansätze sowie den Austausch der Institute untereinander und mit dem Präsidium. 

 

Teil C
Weitere Regelungen

§ 14

Verfügung über Geschäftsanteile

Wird der Veräußerung eines Geschäftsanteils durch das Präsidium nicht zugestimmt, so ist auf Verlangen des/der betroffenen Gesellschafters/Gesellschafterin der Geschäftsanteil gegen Zahlung seines Nominalwertes einzuziehen.

§ 15

Einziehung von Geschäftsanteilen

  1. Ein Geschäftsanteil kann auch gegen den Willen des/der betroffenen Gesellschafters/Gesellschafterin eingezogen werden,
    1.1 wenn über das Vermögen eines/einer Gesellschafters/Gesellschafterin das Insolvenzverfahren eröffnet wird;
    1.2 wenn der Gläubiger eines/einer Gesellschafters/Gesellschafterin aus einem nicht nur vorläufig vollstreckbaren Titel eine Zwangsvollstreckung in den Geschäftsanteil oder in Ansprüche eines/einer Gesellschafters/Gesellschafterin gegen die Gesellschaft betreibt.
  2. Die Einziehung eines Geschäftsanteils ist auch zulässig, wenn in der Person des/der Gesellschafters/Gesellschafterin ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere, wenn der/die Gesellschafter/in durch seine/ihre Person oder durch sein/ihr Verhalten die Erreichung des Gesellschaftszweckes unmöglich macht oder erheblich gefährdet, z. B. durch Verletzung des Status der Gesellschaft als gemeinnützig, oder wenn die Person des/der Gesellschafters/Gesellschafterin oder sein/ihr Verhalten sein/ihr Verbleiben in der Gesellschaft untragbar erscheinen lässt. Nicht zulässig ist die Einziehung, sofern die der Gesellschaft drohenden Nachteile durch andere zumutbare Mittel abgewendet werden können.
  3. Statt der Einziehung kann beschlossen werden, dass der Geschäftsanteil an eine(n) Gesellschafter/in oder an einen Dritten abgetreten wird.

§ 16

Kündigung

  1. Die ordentliche Kündigung des Gesellschaftsvertrages ist ausgeschlossen. Jede(r) Gesellschafter/in kann aus wichtigem Grund ihren/seinen Austritt aus der Gesellschaft erklären. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn die Gesellschaft Maßnahmen trifft, durch die sie ihre rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse in einer für den/die Gesellschafter/in nicht vertretbaren Weise ändert.
    Der Austritt ist nur zum Ende des Geschäftsjahres zulässig. Er hat durch Einschreibebrief zu erfolgen, und zwar mit einer Frist von sechs Monaten.
  2. Die Kündigung hat unbeschadet Abs. 3 die Auflösung der Gesellschaft nicht zur Folge. Der/die kündigende Gesellschafter/in hat den verbleibenden Gesellschaftern/Gesellschafterinnen die Abtretung seines/ihres Geschäftsanteils schriftlich anzubieten.
  3. Wird der Geschäftsanteil nicht übernommen, so ist die Gesellschaft, ohne dass es eines besonderen Gesellschafterbeschlusses bedarf, zu liquidieren.

§ 17

Liquidation

  1. Im Falle der Auflösung der Gesellschaft erfolgt die Liquidation durch einen von der Gesellschafterversammlung zu bestimmenden Liquidator.
  2. Bei Auflösung der Gesellschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der aufgelösten Gesellschaft soweit es die nach §5 des Gesellschaftervertrages zurückzugewährenden Kapitalanteile und Sacheinlagen übersteigt, an den „Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.“ mit der Maßgabe, diese Mittel ausschließlich und unmittelbar für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden.

§ 18

Regelungen im Todesfall

  1. Im Falle des Todes eines*einer Gesellschafter*in kann der Geschäftsanteil des/der verstorbenen Gesellschafters/Gesellschafterin gegen Auszahlung seines Nominalwertes eingezogen werden. Statt der Einziehung kann die Gesellschaft verlangen, dass der Anteil ganz oder geteilt an die Gesellschaft selbst, an eine*n oder mehrere Gesellschafter*innen oder an einen Dritten abgetreten wird.

§ 19

Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, berührt das im übrigen nicht die Wirksamkeit der verbleibenden Bestimmungen. Die Gesellschafter/innen sind in einem solchen Fall verpflichtet, an der Schaffung solcher Regelungen mitzuwirken, durch die eine der unwirksamen Bestimmung dem Zweck der Gesellschaft wirtschaftlich möglichst nahekommender Erfolg rechtswirksam erzielt wird.

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